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Auf der Suche

SChmetterling_kl

Auf der Suche nach Schmetterlingen, 

öffnen und entfalten,

langsam und mühsam lernen

wieder andere zulassen.

Gefühle, Worte, Ansichten

neue Menschen, 

neues Leben.

Ohne Angst vor Verletzungen 

Ein Stück des Weges 

mit anderen gehen, 

im Wissen von ihnen 

auch geprägt zu werden,

sich mit ihnen zu entwickeln 

und nie mehr umdrehen zu können, 

je wieder zu sein wie zuvor

 

(c) 2002 L.G. 

Engel oder Freund?

Einmal sagte ein Freund zu mir: „Pass auf, dass du dich nie in einen Engel verliebst.“

EngerlfreundIch musste schmunzeln, denn ich dachte an fabelhafte Wesen mit langen silbernen Haaren und Flügeln. Aber dann merkte ich, dass es ihm ernst war.

„Engel sind äußerlich nicht zu erkennen. Sie sind fast wie du und ich. Wenn du sie beschreiben müsstest würdest du sagen, sie gehören zu der Sorte Mensch die dir nie etwas Böses wollen und immer versuchen dir eine Freude zu machen. Und genau das ist das Schlimme. Je näher du sie kennen lernst, desto faszinierter bist du von ihnen. Und irgendwann denkst du, dass dieser Mensch vor dir, derjenige sein könnte den du immer gesucht hast.

Vielleicht wirst du es ihm sagen. Doch du musst verstehen, wenn sie deine Gefühle nicht erwidern können. Jedoch darfst du niemals glauben, du wärst ihnen nicht wichtig. Wenn es so wäre, dann hätten sie nicht soviel Zeit mit dir verbracht.

Dem Engel wird es weh tun, denn er wollte dich niemals verletzen. Er wird stumme Tränen weinen und nur wenn du ganz tief in seine Augen schaust, kannst du sehen wie er langsam selbst zerbricht. Denn er möchte dir der Freund sein, der er am Anfang war. Und wenn du dich zurückziehst bricht ihm das die Flügel.“

Ich war fasziniert von dem er mir erzählt hat. Allerdings habe ich zu spät verstanden was er meinte.

Meine Flügel waren gebrochen und er hat es nicht gemerkt.

Christtag 2015

Weihnachten_05Noch nie zuvor habe ich Weihnachten so als das Fest der Nächstenliebe verspürt, wie in diesem Jahr!

Gestern, am Heiligabend, sind wir nach einer frühen und gemütlichen Bescherung mit meinem Mann und unseren Kindern, nach Vogau, zur Christmas Party in der dortigen Unterkunft, gefahren. So viele Menschen waren dort, Asylwerber aus Vogau, Ehrenhausen und Strass ebenso wie viele Helfer der vergangenen Monate aus der näheren Umgebung. In Vogau, wo viele Familien sind, war ich zum ersten Mal und wurde so herzlich begrüßt als wenn ich niemanden fremd war.

Es fällt mir schwer Worte zu finden um diese Lebendigkeit und Freude aller Anwesenden, über dieses gemeinsame Fest auch nur annähernd zu beschreiben. Weiterlesen »

24. Dezember

Das Weihnachtsevangelium

Evangelium

Zitat von Thomas Fraiß:

am vergangenen sonntag haben steirerinnen und steirer gemeinsam mit flüchtlingen das weihnachtsevangelium für euch gelesen. auf den ersten blick ein völlig normaler vorgang, und man könnte es bei dieser feststellung auch belassen. wer tiefer gräbt, wird erkennen, dass es hier zahlreiche hürden zu überwinden gab, die stellvertretend für die vielen hürden stehen, die nur gemeinsam überwunden werden können.

es fängt schon einmal damit an, dass sich hier muslime vor die kamera gesetzt haben, um einen text aus der bibel vorzulesen. in ihren herkunftsländern droht ihnen dafür unter umständen die todesstrafe. auch die sprache brachte einige unerwartete schwierigkeiten mit sich.

wie ihr sehen werdet, ist hier nicht alles perfekt. darum ging es uns aber auch gar nicht. wir haben hier ein gemeinsames ziel verfolgt und uns gemeinsam angestrengt, damit wir dieses ziel erreichen. es war für einige eine echte anstrengung, aber zur selben zeit haben wir auch einen riesen spass dabei gehabt.

auch das wollte ich euch zeigen. es ist kein perfektes video. es ist wie das leben selbst. es ist anstrengend und lustig und schwierig, und auch die hintergrundmusik musste von Mulham, der die melodie noch nie zuvor gehört hatte, erst stundenlang (ohne noten) geübt werden, bevor er sie einmal halbwegs richtig spielen konnte.

 

Kamera und Produktion: Thomas Fraiß

Idee und Regie: Doro Blancke

Vortragende: Thomas, Doro, Jatheñďěř, Shehzad, Abdulhamed, Morteza, Marcel, Karin, Markus, Chiara, Joachim, Robert, Elisabeth

Musik: Mulham

Ich glaube daran, dass das größte Geschenk,

das ich von jemandem empfangen kann,

ist gesehen, gehört, verstanden und berührt zu werden.

Das größte Geschenk, das ich geben kann,

ist den anderen zu sehen, zu hören, zu verstehen und zu berühren.

Wenn dies geschieht, entsteht Kontakt.

>Virginia Satir<

Ich wünsche allen meinen Blogbesuchern und Leserinnen, egal an was und wen sie auch immer glauben oder wissen, ein besinnliches Weihnachtsfest und wunderbare Feiertage!

– Lissy

Adventkalender – Übersicht

 

23. Dezember

Alle Jahre wieder…

Die folgende Fassung ist eine am Originaltext orientierte Übersetzung ohne die sonst in der Presse oder auf Internetseiten in deutscher Sprache üblichen Ausschmückungen.

„Mit Freude beantworten wir sofort und damit auf herausragende Weise die folgende Mitteilung und geben gleichzeitig unsere großen Auszeichnung Ausdruck, dass ihre gewissenhafte Autorin zu den Freunden der Sun zählt:

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt.
Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.
Papa sagt: ‚Wenn du es in der Sun siehst, ist es so.‘
Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O’Hanlon.
115 West Ninety-fifth Street.

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, das für ihre kleinen Geister unfassbar ist. Weiterlesen »

22. Dezember

Das Großerbruderehrenwort

schäfer

Als ich zur Welt kam, war mein großer Bruder Oliver schon vierzehn Jahre alt – genauso alt, wie ich jetzt bin. Ich fand immer, er wäre der beste große Bruder, den man sich vorstellen kann. Er brachte mir das Schwimmen bei, das Fahrradfahren und er hat mir oft Geschichten erzählt wenn ich krank war oder nicht einschlafen konnte.

An Weihnachten spielte er Mensch-ärgere-dich-nicht mit mir, um mir das Warten auf die Bescherung zu verkürzen. Ich erinnere mich noch gut an den Heiligabend vor fünf Jahren. Meine Mutter hatte Gans, Rotkohl und Klöße gekocht. Zum Nachtisch gab es Vanilleeis mit heißen Himbeeren und Sahne. Das war Olivers Lieblingsweihnachtsgericht. Doch obwohl es sehr gut schmeckte und der Tisch schön gedeckt war, mit Kerzen und Tannengrün und allem, sprachen und lachten wir nicht viel beim Essen. Weiterlesen »

21. Dezember

Gespräch zwischen Zündholz und Kerze

Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze: „Ich habe den Auftrag, dich anzuzünden.“
„Oh nein“, erschrak die Kerze, „nur das nicht. Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt. Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern.“
Das Zündholz fragte: „Aber willst du denn ein Leben lang kalt und hart bleiben, ohne zuvor gelebt zu haben?“ Weiterlesen »